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Widerruf von Darlehensverträgen nur noch bis Juni 2016

Die Bundesregierung hat in einem Gesetz, das voraussichtlich im März in Kraft treten soll, nur noch eine Übergangsfrist von drei Monaten festgelegt, binnen derer private Darlehensnehmer Darlehensverträge aufgrund fehlerhafter Widerrufsbelehrungen angreifen können. Betroffen sind davon Kreditverträge, die in den Jahren 2002 bis 2010 geschlossen wurden und bei denen möglicherweise eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung verwendet wurde. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf hat das Kabinett am 27. Januar 2016 verabschiedet.

Umso wichtiger ist es nun, dass betroffene Verbraucher diese letzte Möglichkeit zum Widerruf auch wahrnehmen. In einem ersten Schritt sollte der eigene Kreditvertrag auf fehlerhafte Widerrufsklauseln geprüft werden. Danach kann rechtssicher beurteilt werden, ob das Darlehen erfolgreich widerrufen werden kann und wie die nächsten Schritte gestaltet werden.


Widerruf von Darlehensverträgen – auch Franken Darlehen betroffen

Experten schätzen, dass rund 70 Prozent aller Baufinanzierungen, die zwischen November 2002 und 2011 in Deutschland abgeschlossen wurden, mit einer fehlerhaften Widerrufbelehrung ausgestattet sind. Bei den betroffenen Verträgen bedeutet dies, dass die „normale“ Widerruffrist von 14 Tagen nicht zu laufen beginnt.

Somit können noch Jahre nach Abschluss eines Darlehensvertrags die Kredite widerrufen werden. Neben dem Umstand, dass keine Vorfälligkeitsentschädigung bezahlt werden muss, können Darlehensnehmer auch in den Genuss der historisch niedrigen Zinsen für eine Anschlussfinanzierung kommen.

Davon betroffen können auch Darlehen sein, die in Schweizer Franken aufgenommen wurden. Denn früher waren die Zinsen in der Schweiz viel niedriger als in Deutschland. Womit viele nicht gerechnet haben ist, dass der Kurs des Schweizer Franken einmal ansteigen könnte. Das hat vielfältige Folgen: Denn zum einen muss man mehr zurückzahlen als man in EURO als Darlehen bekommen hat. Und noch schlimmer: Private Immobilienbesitzer können dies steuerlich nicht einmal als Verlust absetzen.

Sollte eine derartige Baufinanzierung über eine unzulässige Widerrufklausel verfügen, kann dies zum unbefristeten Widerruf von Darlehensverträgen berechtigen.

In einem ersten Schritt sollte der Darlehensvertrag geprüft werden. Danach kann rechtssicher beurteilt werden, ob das Darlehen erfolgreich widerrufen werden kann und wie die nächsten Schritte gestaltet werden.

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